Sabaa Tahir: A Reaper at the Gates (Buch)
- Details
- Kategorie: Rezensionen
- Veröffentlicht: Montag, 23. Februar 2026 11:33

Sabaa Tahir
A Reaper at the Gates
An Ember in the Ashes 3
(A Reaper at the Gates, 2018)
Übersetzung: Barbara Imgrund
Karte: Jonathan Roberts
cbt, 2025, Paperback, 508 Seiten, 15,00 EUR
Rezension von Christel Scheja
„A Reaper at the Gates“ ist bereits der dritte Band der „An Ember in the Ashes“-Reihe. Die Romane erschienen vor einigen Jahren bereits unter „Elias und Laia“ bei One, werden aber nun noch einmal von cbt in neuer Ausstattung und mit Farbschnitt herausgegeben.
Elias war einst ein treuer Diener des Imperiums, ein Mitglied der Elitetruppe mit den Silbermasken, doch nie wirklich glücklich darüber. Deshalb hatte er letztendlich mit ihr gebrochen und sich Laia angeschlossen, nur um ein weit schlimmeres Schicksal entgegenzusehen.
Denn während er sich als Seelenfänger einer uralten Macht verschrieben hat, verliert er sich auch selbst immer mehr.
Das ist übel für Laia und auch Helena, die in dem langsam durch Aufstände und dem Wahnsinn des Kaisers zerbrechenden Imperium für das Gute kämpfen und versuchen, den Nachtbringer auszuschalten, der im Hintergrund seine Fäden spinnt.
Weiter geht es mit der Saga, die vielleicht keine neuen Themen aufgreift, sie aber durchaus kurzweilig und unterhaltsam in Szene setzt. Allerdings sollte man die beiden ersten Bände gelesen haben, um zu verstehen, wer die Figuren sind und in welcher Beziehung sie zueinanderstehen.
Immerhin gibt es drei Handlungsebenen. In der einen versucht Laia zusammen mit ihrem Bruder Einiges zu tun, um die Menschen, die ihr wichtig sind, zu beschützen und entdeckt dabei ein dunkles, aber auch sehr persönliches Geheimnis. Elias ist fern von ihr und scheint einer eigenen dunklen Bestimmung zu folgen, die ihn vielleicht zu einem Schlüssel im Kampf gegen den Nachtbringer macht, aber auch ein Opfer fordert. Und nicht zuletzt ist da auch Helena, die zwar immer noch auf der Gegenseite zu stehen scheint, aber schon längst ähnliche Interessen wie die beiden anderen hat.
Das Ganze spielt vor einer interessanten Kulisse, die arabische und römische Elemente miteinander vermischt, daher auch nicht viel erklären muss, was den kulturellen Hintergrund angeht. So kann sich Sabaa Tahir mehr auf die Figuren konzentrieren und sie weiter durch ihre Heldenreise führen, die sich natürlich zum Ende hin noch einmal zuspitzt.
Immerhin werden wichtige Weichen für das große Finale gestellt.
Heraus kommt so ein kurzweiliges Young-Adult-Fantasy-Abenteuer, das vor allem auf Freundschaft und Action setzt. Die Liebe bleibt tatsächlich im Hintergrund, auch wenn sie gelegentlich mitschwingen darf.
„A Reaper at the Gates“ bereitet die „An Ember in the Ashes“-Tetralogie solide auf das große Finale vor. Die Geschichte bietet auch diesmal kurzweilige und nicht allzu tiefgründige Unterhaltung, die vor allem jungen Lesern gefallen dürfte. Immerhin wachsen die Charaktere weiter in ihre Rollen hinein und lernen noch hinzu. Die Liebe bleibt allerdings im Hintergrund.