Falk-Ingo Klee: Zeitsprünge (Buch)

Falk-Ingo Klee
Zeitsprünge
Titelbild: Sergey Nivens
VPH, 2026, Taschenbuch, 298 Seiten, 17,00 EUR

Rezension von Carsten Kuhr

Nach dem bedauerlichen Ende der „Edition Falk-Ingo Klee“, in der die „Terra Astra“-Romane des Verfassers dem Schlummer entrissen und heutigen Lesern wieder zugänglich gemacht wurden, legt der Verlag nun einen neuen Klee-Band auf. Dieses Mal erwarten uns Kurzgeschichten Klees sowie Erinnerungen an „Perry Rhodan“- und „Atlan“-Kollegen und seine gesammelten Kolumnen aus dem Perry-Universum.

Ich muss zugeben, dass ich nach der Lektüre überrascht war.

Zum einen über die thematische Vielfalt der Kurzgeschichten, mehr aber noch über die trockenen, zum Teil sehr lustigen und stets unterhaltsamen Anekdoten rund um Atlan und Perry.

Mir zum Beispiel war es bislang unbekannt, dass der Verlag in Persona G. M. Schelwokats die Taschenbuchreihe mit den Romanen Wolf Detlef Rohrs nur aus einem einzigen Grund publizierte: Die Witwe Rohrs stand nach dessen Ableben mittellos da, und der Verlag wollte ihr ein wenig unter die Arme greifen. Heutzutage wäre ein solch recht selbstloses Vorgehen angesichts der Macht des Vertriebs und der ständigen Überwachung, ob sich eine Reihe rechnet, kaum noch denkbar - ein Zeichen dafür, dass sich unsere Welt nicht unbedingt zum Besseren gewandelt hat.

Die Erzählungen sind pointiert, stets überraschend, teilweise humorvoll angelegt und zeigen uns einen Verfasser, der vor allem eines will: seine Leser unterhalten. Und dies gelingt ihm sowohl mit den Storys als auch mit seinen Kolumnen nach wie vor sehr gut.