Alessia Gold: Until the Light destroys (Buch)
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- Kategorie: Rezensionen
- Veröffentlicht: Dienstag, 27. Januar 2026 14:01

Alessia Gold
Until the Light destroys
Redveil 2
Knaur, 2026, Paperback, 432 Seiten, 18,00 EUR
Rezension von Christel Scheja
Immerhin lässt Alessia Gold die Leser nicht lange warten, denn mit „Until the Light destroys“ findet die „Redveil“-Dilogie bereits ihren Abschluss. Und wie schon im ersten Band, vermischt sie die leidenschaftliche Romantik mit einem guten Schuss an Dark Fantasy.
Xara ist nach Rumänien gekommen, um herauszufinden, wer sie wirklich ist. Die Erkenntnis ist schmerzlich, nun nachdem der Vampirfürst Dorian und auch sein Diener Juraj glauben, dass sie beider lange verlorene Liebe Ksaryna ist und sie mehr oder weniger zu ihnen und ihrer unsterblichen Gemeinschaft gehört.
Aber auch ein feindlicher Vampir-Clan hat großes Interesse an ihr, hat ihr früheres Ich doch ein Artefakt verschwinden lassen, das die Rettung aller sein könnte -und ist damit die Einzige, die dieses zurückbringen könnte. Doch ist sie wirklich bereit dazu?
Liebe, Leidenschaft und Drama sind die Triebfedern der Geschichte, die nun, nachdem die Weichen im ersten Band gestellt wurden, so richtig loslegt, denn man erfährt nicht nur mehr über Xaras früheres Leben und ihren damaligen Charakter, sondern auch, was wirklich dahintersteckt und warum auf einmal auch der andere Clan so ein großes Interesse an ihr hat, vor allem eine Person.
Wieder einmal ist die junge Frau nicht unbedingt diejenige, die handelt, sondern mehr oder weniger zwischen den verfeindeten Parteien herumgeschubst wird. Immerhin kann sie sich so ein eigenes Bild machen, was ihr zum Ende hin hilft, wenigstens etwas aktiv zu werden. Alles in allem aber sind die Männer die aktiven Teile der Geschichte, ihnen wird mehr Raum geboten als der Heldin.
Die Geschichte ist das, was man von einer ordentlichen Liebesgeschichte erwartet, die etwas dunkler daherkommen darf. Manchmal regelrecht brutale Leidenschaft darf ins Spiel kommen, nur damit am Ende alle glücklich sind und werden.
Die phantastischen Elemente sind mehr oder weniger nur Staffage, um der Geschichte, die vermutlich auch zwischen Mafia-Clans funktionieren könnte, etwas mehr Exotik zu verleihen. Deshalb wird der Genre-Fan trotz einiger weniger netter Ideen, eher enttäuscht sein. Die Geschichte richtet sich mehr an Romantasy-Fans, die in erster Linie Spaß an knisternder Leidenschaft und gutaussehende, charismatische, aber natürlich auch gefährliche Bad Boys haben.
„Until the Light destroys“ schließt den „Redveil“-Zweiteiler solide ab und erfüllt alle Erwartungen der Zielgruppe, die es düster, romantisch und vor allem leidenschaftlich mag und zu Vampiren nicht Nein sagen kann. Viel mehr ist in der Geschichte auch nicht zu finden.