Noah Stoffers: Cage of the Moon (Buch)
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- Kategorie: Rezensionen
- Veröffentlicht: Dienstag, 13. Januar 2026 08:44

Noah Stoffers
Cage of the Moon
Knaur, 2026, Paperback, 464 Seiten, 18,00 EUR
Rezension von Christel Scheja
Drei sehr unterschiedliche Individuen, aber ein Band, das sie aneinander fesselt - damit beschäftigt sich Noah Stoffers im neuesten Buch. Sies ist trans und non-binär, etwas, was auch in den Geschichten wie „Cage of the Moon“ mit einfließen darf.
Das „Fairy Glow Festival“ in San Francisco ist magisch. Das bekommen ausgerechnet die Vampirin Honoria, der Werwolf Gabhhán und der menschliche Polizist Dan zu spüren, die bei einem Ritual durch ein rotes Band miteinander verknüpft werden.
Dabei haben sie sehr unterschiedliche Ziele, denn Honoria will herausfinden, warum immer wieder unregistrierte Vampire verschwinden, Gabhhán eine junge Werwölfin aus den Klauen eines brutalen Rudels retten. Und Dan ist einfach nur ein Ordnungshüter.
Es kommt, wie es kommen muss, denn natürlich vertrauen sich die drei erst einmal kein Stück, auch wenn sie nach und nach merken, dass sie doch am gleichen Strang ziehen und sich helfen können, ihre Probleme zu lösen.
Es geht tatsächlich etwas in der Stadt vor, das übernatürlichen Wesen das Leben zu kosten scheint, und gerade das Rudel, gegen das Gabbhán kämpft, scheint mehr zu wissen. Doch wird er seine Mission erfüllen können?
Natürlich sorgt auch das magische Band für Probleme, denn gerade der misstrauische Dan kann nicht wirklich einschätzen, inwieweit seine Gefühle wirklich echt sind, gerade gegenüber dem Werwolf.
Tatsächlich rückt der übernatürliche Hintergrund, so interessant er auch gestaltet ist, etwas in den Hintergrund, konzentriert sich Noah Stoffers doch mehr auf die Gefühle und Gedanken der Charaktere zueinander. Dadurch wird das eigentliche Abenteuer leider mehr und mehr abgeschwächt.
Das ist so auffällig, dass die Handlung und auch die Nebenfiguren eher blass bleiben, was für die netten und frischen Ideen, was die übernatürlichen Wesen betrifft, schade ist. Aber letztendlich werden all die Bedingungen für eine romantische - aber auch queere – Urban-Fantasy-Story geschaffen, in der Vertrauen und Rücksicht eine große Rolle spielen.
„Cage of the Moon“ hat zunächst viel von einem übernatürlichen Thriller, denn es gilt wieder einmal Geheimnisse aufzuklären, konzentriert sich dann aber doch wieder mehr auf die Beziehung zwischen den Hauptfiguren, was vor allem den Fans romantischer Geschichten gefallen dürfte.