Star Trek Picard: Die letzte und einzige Hoffnung, Una McCormack (Buch)

Star Trek Picard: Die letzte und einzige Hoffnung
Una McCormack
(Star Trek Picard: The Last Best Hope, 2020)
Übersetzung: Stephanie Pannen
Titelbild: Alan Dingman
Cross Cult, 2020, Taschenbuch, 406 Seiten, 15,00 EUR, ISBN 978-3-86425-863-3 (auch als Hardcover und eBook erhältlich)

Rezension von Christel Scheja

Neben „Star Trek Discovery“ versucht derzeit eine andere Serie die Herzen der Fans zu erobern, denn „Star Trek Picard“ verbindet Vergangenheit und Gegenwart miteinander. Sie zeigt, dass der zweite ikonische Captain der „Enterprise“ zwar alt geworden ist, aber noch nicht zum alten Eisen gehört. „Die letzte und einzige Hoffnung“ erzählt die Vorgeschichte der bei Amazon Prime Video zu sehenden ersten zehnteiligen Staffel der Serie.

 

Die Romulaner waren die Feinde der Föderation, so lange die Angehörigen der Sternenflotte denken können. Auch Captain Jean-Luc Picard hat sich oft genug mit ihnen herumschlagen müssen und sie teilweise auch zu hassen gelernt, aber er kann seine Augen nicht verschließen, als bekannt wird, dass die romulanische Sonne zu einer Supernova werden wird. Noch ist ein wenig Zeit, aber abwarten dürfen die, die helfen wollen auch nicht allzu lange.

Picard gibt sein geliebtes Schiff und seinen Rang auf, um die größte Rettungsmission zu koordinieren, die man bis dahin je gesehen hatte. Als Admiral wird er federführend bei der Unterstützung, die Romulaner der bedrohten Welten umzusiedeln. Dazu müssen auf dem Mars auch ganz neue Transportschiffe gebaut werden. Und genau dort wird sich schon bald eine Tragödie ereignen, die alles in Frage stellt, an was er glaubt.


Diejenigen, die bereits die ersten Folgen der Serie gesehen haben, wissen worum es geht. Tatsächlich ist es auch ganz nützlich genau die ersten drei Episoden gesehen zu haben, Denn das Buch erzählt nicht nur in Einzelheiten, was damals passiert ist sondern knüpft auch die Beziehungen zwischen den Figuren, die dadurch mehr Tiefe erhalten.

Allerdings ist der Verbundenheit mit der Fernsehserie auch geschuldet, dass die Autorin natürlich nicht allzu viele Geheimnisse verraten darf und kann. So bleibt im Prinzip zum Beispiel offen, wer für die Katastrophe in der Raumschiffwerft wirklich verantwortlich ist, oder welche Intrigen im Romulanischen Reich sonst noch Ärger machen werden.

Alles in allem ist die Geschichte die minutiöse Schilderung des Ablaufs der Rettungsmission, die ziemlich blass und eher wie eine Zusammenfassung wirkt, wenn keine der in der Serie aktiven Personen im Spiel ist. Auch bleibt die Spannung eher moderat, weil man natürlich schon weiß, auf was alles heraus läuft und auch keine großartigen Nebencharaktere eingeführt werden, mit denen man noch mitfiebern könnte.

Neben der hier vorliegenden Taschenbuch-Ausgabe erschien diesmal auch eine Hardcover-Ausgabe.

„Star Trek Picard: Die letzte und einzige Hoffnung“ ist eine gelungene Ergänzung zur Fernsehserie, die es immerhin schafft, die Ereignisse, die Picard dazu gebracht haben die Sternenflotte aufzugeben, plastischer werden zu lassen, gleichzeitig aber natürlich daran krankt, dass wieder einmal nicht zu viel verraten werden darf. Das nimmt der Geschichte etwas an Spannung.