Der Deutsche Phantastik Preis auf der Phantastika: Nominierungsphase hat begonnen

Der Deutsche Phantastik Preis ist eine traditionsreiche Ehrung der besten Publikationen der Phantastik des vorherigen Kalenderjahrs. Weit über 500 Gäste verfolgten in den vergangenen Jahren die Vergabe des DPP, nachdem mehrere Tausend Leserinnen und Leser sich an der Abstimmung beteiligt hatten. In diesem Jahr wird der Preis erstmalig von der Zeitschrift "phantastisch!" und dem eBook-Zine "Corona Magazine" präsentiert. Zusätzlich findet die Verleihung erstmals im Rahmen einer zweistündigen Gala auf dem Festival der Phantastik, Phantastika, am ersten September-Wochenende im Congress Centrum Oberhausen (NRW) statt. Für jede der zehn Kategorien hat eine unabhängige Jury in den letzten Wochen eine Longlist erstellt, aus denen das Publikum seine Favoriten für die Shortlist auswählen wird. Diese erste Abstimmungsrunde läuft bis einschließlich 17. April . Die jeweils fünf favorisierten Werke werden dann in der Hauptrunde zur Wahl stehen. Vom 1. Mai bis zum 15. Juni werden aus ihnen ebenfalls per Publikumswahl die Gewinner des Deutschen Phantastik Preises ermittelt. Diese Gewinner werden dann auf der Phantastika am 2. September 2017 bekanntgegeben. Die Auszeichnungen in den Kategorien sind dabei mit je 500,00 EUR dotiert. Alle Infos sind hier zu finden.

Gestorben: Hans Joachim Alpers (1943–2011)

Hans Joachim Alpers ist tot, er ist gestern im Alter von 67 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit gestorben. Alpers zählte zu den Schwergewichten in der deutschen Phantastik-Szene. Die Liste seiner Aktivitäten ist sehr lang, er war langjähriger Herausgeber der "Science Fiction Times", ab 1978 war er verantwortlicher Herausgeber der Reihe "Knaur Science Fiction", ab 1980 betreute er die Reihe "Moewig Science Fiction". Zusammen mit Werner Fuchs und Ulrich Kiesow entwickelte er das Fantasy-Rollenspiel "Das schwarze Auge" und gründete den ersten auf Rollenspiele spezialisierten Verlag, Fantasy Productions. Daneben war er gemeinsam mit Werner Fuchs Inhaber einer literarischen Agentur. 1967 veröffentlichte er unter dem Titel "Erde ohne Menschen" als Jürgen Andreas seine erste Kurzgeschichtensammlung, später folgten weitere Zusammenstellungen, Anthologien und Romane. So schrieb er vor Jahren mit Ronald M. Hahn zusammen diverse Jugendbuchromane, die im Ensslin Verlag erschienen. Daneben zeichnete er zusammen mit Werner Fuchs sowie Ronald M. Hahn für die Sekundärwerke "Lexikon der SF Literatur" (Heyne), "Reclams SF Führer", "Lexikon der Horror-Literatur" und "Lexikon der Fantasy-Literatur" (beide FanPro) verantwortlich. Hans Joachim Alpers wurde mehrfach mit dem Kurd Laßwitz Preis geehrt.