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Neu erschienen

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Aus einem Kälteschlaf erwacht, findet sich Earl Dumarest kurz nach der Landung des Raumschiffs auf Gath wieder. Ein Planet, für den er nicht gebucht hat, und der schnell zur vorzeitigen Endstation auf seiner Reise würde, sollte er sich nicht den dort lauernden tödlichen Gefahren erwehren können - und den aufziehenden, legendären Stürmen von Gath ...

E. C. Tubbs Space Opera um Earl Dumarest fesselte Generationen von Lesern. Der Atlantis Verlag legt die legendäre Serie in einer neuen Edition auf und bringt die Romane neu und erstmals komplett übersetzt.

Erhältlich als Hardcover direkt beim Verlag und als Paperback und eBook überall im Handel.
Christoph Hardebusch: Missing in Action - Justifiers 2 (Buch) PDF Drucken E-Mail
Freitag, den 29. Oktober 2010 um 09:08 Uhr

Christoph Hardebusch
Missing in Action – Justifiers 2
Titelillustration von Oliver Scholl
Heyne, 2010, Taschenbuch, 446 Seiten, 8,99 EUR, ISBN 978-3-453-52718-8

Von Carsten Kuhr

Einst gingen die Menschen, die das Abenteuer suchten und die Brücken hinter sich abbrechen wollten, zur Fremdenlegion. In der fernen Zukunft bieten die galaxisweit operierenden Konzerne den Desperados, Verbrechern und Abenteurern und nicht zuletzt den Beta-Humanoiden, genetisch gezüchtete Hybriden aus menschlicher und tierischer DNA, eine Chance, neu und unbelastet anzufangen.


Die Bezahlung bei den Justifiers ist mies, die Arbeitsbedingungen sind lebensgefährlich, aber es ist nie langweilig, und man kommt rum – im wahrsten Sinne des Wortes, werden die Teams doch durch Portale zu neu entdeckten Planeten entsandt, die sie erkunden sollen. Dieses Mal aber geht schon im Vorfeld alles schief. Die Raumstation, von der aus die Expedition aufbrechen soll, explodiert, das Shuttle kann, nur halb ausgerüstet und ohne die vollständige Crew an Bord, im letzten Moment der Vernichtung entgehen. Nach der Bruchlandung auf Tordesillas sehen sich die Überlebenden nicht nur einer menschenfeindlichen Umwelt gegenüber, auch interne Reibereien, ein unnützer Bürohengst und Abgesandte eines konkurrierenden Konzerns machen ihnen das Leben schwer. Und dann beginnt eine gnadenlose Jagd auf die Überlebenden...

 

Nach Jahren, in denen das Programm der einschlägigen Verlage von Fantasy und Romance/Urban Fantasy dominiert wurde, machte man sich bei Heyne letztes Jahr Gedanken, ob man nicht gegen den aktuellen Trend wieder einmal das Genre des exotischen Weltraum-Abenteuers reanimieren sollte. Zusammen und angeleitet von Bestsellerautor Markus Heitz entwarf man die Welt der Justifiers, ein erster Roman aus Heitz´scher Feder wurde vorgelegt und verkaufte sich überraschend gut. Nun soll es, im Halbjahrestakt weitergehen mit den vielfältigen Abenteuern der Sondertruppen im Auftrag der Konzerne. Dabei sollen junge Talente wie auch etablierte Autoren neue, eigenständige Romane vorlegen, Heitz selbst steuert zu jedem der Bücher die Fortsetzung eines neuen Justifier-Romans bei, dessen ersten Teil, wie kann es auch anders sein, vorliegend mit einem fiesen Cliffhanger endet.

Hardebusch ist dem Leser insbesondere als Trolle- und Piraten-Autor bekannt. Dieses Mal erzählt er uns stringent und spannend die Geschichte einer havarierten Expedition. Das Ganze liest sich stilistisch unauffällig, durchaus kurzweilig, so manches Mal packend auf einen Rutsch durch.

Natürlich konzentriert er sich auf die abenteuerlichen Actionszenen, und stellt den Überlebenskampf ganz in den Mittelpunkt seines Buches. Manko dabei, dies aber wohl eher für diejenigen unter den Käufern, die bereits einiges an entsprechender SF gelesen habe,n ist, dass er hier weitgehend auf bekannte Handlungsschemata zurückgreift. Irgendwie kamen mir die Geschehnisse alle ein wenig bekannt vor, so als hätte ich sie ähnlich und vergleichbar schon einmal irgendwo gelesen. Nun muss man beileibe nicht in jedem Buch das Rad neu erfinden, und die Mischung in dem zweiten „Justifiers“-Roman, sie stimmt. Das Geschehen bietet dem Leser genau das, was der Waschzettel verspricht – temporeiche Planetenabenteuer in einer exotisch-fremden Umgebung, auch wenn die Beschreibung der fremden Flora und Fauna ein wenig zu unbestimmt bleibt.

Ein Wort noch zur äußeren Aufmachung der Reihe. Die gediegene Serien-Gestaltung sorgt nicht nur dafür, dass der Leser die Reihe sofort erkennt, sie wirkt auch durchaus edel. Dass Titelbildgestalter Oliver Scholl diverse Reihen des Heyne Verlages schon mit seinen Gemälden verschönerte ist bekannt. Allerdings sollte die Redaktion ein wenig mehr auf inhaltliche Stimmigkeit der Cover achten.