My Boy 9 (Comic)

Hitomi Takano
My Boy 9
Übersetzung: Nana Umino
Cross Cult, 2024, Paperback, 176 Seiten, 10,00 EUR

Rezension von Christel Scheja

„My Boy“ findet mit dem neunten und letzten Band tatsächlich einen Abschluss, der viele Leser überraschen dürfte, Oder aber auch nicht, denn die Künstlerin bleibt sich und den Figuren tatsächlich treu.


Satoko hat sich endlich mit Mashus Vater und Nao aussprechen können, auch mit ihrem Chef sind noch ein paar Dinge besprochen worden, die sie beide persönlich betreffen können. Und das hilft ihr auch zu erkennen, wie sie zu dem Jungen selbst steht.

Mashu hat in den letzten Bänden ebenfalls eine Menge dazu gelernt. Deshalb gelingt es ihm auch, endlich seinem Vater klarzumachen, was er fühlt, denkt und will, warum er Satoko nicht missen möchte.


Und mit einem Sommerfest, einem grandiosen Feuerwerk und einer interessanten Neudefinition der Beziehung zwischen dem Jungen und der achtzehn Jahre älteren Frau, findet die Geschichte ihren Abschluss. Zusammen mit Mashu und Satoko haben auch die Leser erfahren dürfen, dass Liebe nicht immer nur romantisch sein muss, sondern auch viel tiefer gehen kann. Tatsächlich spielt Leidenschaft zwischen den beiden keine Rolle.

Die Künstlerin macht deutlich, dass es nicht wichtig ist, wie alt der andere ist, wichtig ist nur, dass ein Draht zueinander besteht, der dabei hilft, Vertrauen und Freundschaft zu entwickeln und damit eine Nähe ohne sexuellen Unterton. Genau das hat die still erzählte und sich nah an der Wirklichkeit bewegende Geschichte tatsächlich auch ausgemacht, die sich so aus der Masse der ganzen romantischen und verspielten, aber nur selten glaubwürdigen Komödien heraushebt.

Mit dem neunten Band findet „My Boy“ einen ebenso nachvollziehbaren und runden Abschluss, der noch einmal deutlich macht, um was es in der Geschichte wirklich geht - nämlich das liebevolle Vertrauen, das sowohl Mashu als auch Satoko geholfen hat, zu wachsen und sich selbst zu finden.