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Erschienen: "Tolkiens Legendarium - Die große Hobbit-Enzyklopädie"

Bei Zauberfeder ist "Tolkiens Legendarium - Die große Hobbit-Enzyklopädie" von Damien Bador, Vivien Stocker, Coralie Potot und Dominique Vigot erschienen. (Hardcover, 336 Seiten, 59,00 EUR)

"Der Hobbit" hat als Schlüsselwerk eine essenzielle Basis für das beeindruckende literarische Universum von J. R. R. Tolkien gelegt. Um die Tiefe und Komplexität von Tolkiens Schaffen vollumfänglich zu begreifen, ist es unerlässlich, auch die Wurzeln seiner Arbeit zu erkunden. Mit dieser Enzyklopädie ist es den Autorinnen und Autoren gelungen, den Lesern ein umfangreiches und detailliertes Kompendium zu bieten, das eine bereichernde Reise in die Kernaspekte Mittelerdes ermöglicht.

Mit umfangreichen Einträgen zu den Figuren Mittelerdes - von Azog bis zu den Zwergen - vermittelt die Enzyklopädie eine lebendige Darstellung dieser einzigartigen Welt. Sie beleuchtet sowohl die Abenteuer, die Bilbo Beutlin, der unerwartete Held, auf seiner Reise erlebt, als auch seine persönliche Entwicklung. Zudem werfen die Macher einen genauen Blick auf die vielfältigen Bewohner Mittelerdes, von den majestätischen Adlern, den furchteinflößenden Drachen, den weisen Elben bis hin zu den gemütlichen Hobbits, sowie ihre Herkunft, Traditionen und die Rollen, die sie in "Der Hobbit" spielen. Auf diese Weise wird das komplexe Gesamtbild von Mittelerde eindrucksvoll präsentiert.
Die sorgfältige Darstellung von Gegenständen, Gebäuden und Orten macht Tolkiens Welt greifbar. Jeder Gegenstand, vom "Einen Ring" bis hin zu Schwertern und dem beliebten Pfeifenkraut, erhält hierbei sorgsame Beachtung. Außerdem lädt die Enzyklopädie dazu ein, die wichtigsten Schauplätze noch einmal zu besuchen. Sie illustriert, wie Tolkiens Gestaltung der Regionen die individuellen Werte der Völker widerspiegelt, die dort ansässig sind. Die Autorinnen und Autoren skizzieren auch die möglichen Inspirationsquellen für Orte wie das Auenland oder den Düsterwald und verknüpfen die historischen Ereignisse und Konflikte Mittelerdes mit Bilbos Reise, um so eine kompakte Zusammenfassung und Einordnung der Höhepunkte, Wendepunkte und Konflikte zu veranschaulichen.

Ein bemerkenswertes Merkmal, das diese Enzyklopädie von anderen Nachschlagewerken unterscheidet, ist die besondere Aufmerksamkeit, die den in Mittelerde verwendeten Sprachen und Schriften gewidmet wird. Die Autorinnen und Autoren behandeln diese nicht nur als Teil der vorgestellten Völker, sondern widmen ihnen ein ganz eigenes Kapitel. Sie beleuchten die von Tolkien, einem angesehenen Philologen mit tiefer Liebe zu Sprachen, geschaffenen komplexen Sprachstrukturen. Jede Sprache und Schrift, von Alt-Nordisch bis Tengwar, wird detailliert analysiert und bietet einen tieferen Zugang zur Kultur und Geschichte der verschiedenen Völker Mittelerdes.
Zusätzlich dazu bietet die Enzyklopädie tiefgründige Einblicke in die Inspirationsquellen und Einflüsse in Tolkiens Werk. Von Beowulf über die Eddas bis hin zu Tolkiens eigenem Konzept der Eukatastrophe - die Macher eröffnen den Lesern faszinierende Perspektiven auf die literarischen und philosophischen Einflüsse, die Tolkiens Welt prägten. Sie erkunden, wie Tolkien seine Liebe zur nordischen Mythologie und klassischen Märchen nutzte, um eine reiche und kohärente Welt zu erschaffen.

Quelle: Zauberfeder